„Liebe Kolleginnen und Kollegen,

aus logistischen Gründen ist es erforderlich, dass die Forschungsprojekte an COVID Patienten in besonderer Weise koordiniert und gegebenenfalls auch priorisiert werden müssen. Die Gewinnung von Bioproben für individuelle Studienvorhaben stellt eine besondere Herausforderung dar, da ein Zugang für Studienpersonal zu den „COVID-Stationen“ nicht möglich ist und deshalb die gesamte Probengewinnung durch das geschulte Personal in diesem stationären Bereich erfolgen muss. Eine Infrastruktur für eine zentrale Biobank und eine klinische Datenbank wird derzeit aufgebaut. Eine weitere Herausforderung wird in Abhängigkeit der Zahl der Studien sein, dass Bioproben nur in limitiertem Umfang gewonnen und für Studienvorhaben zur Verfügung gestellt werden können.

Aus diesen Gründen wurde durch die vom Fakultätsvorstand eingesetzte Koordinationsgruppe folgendes Vorgehen erarbeitet:

Es wird gebeten, ausgewählte Studienvorhaben nach einem einheitlichen Schema (siehe Anhang) an die Koordinationsgruppe (z.Hd. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zu senden. Neben den üblichen Kriterien eines Forschungsantrags wird besonderer Wert auf die Beschreibung der erforderlichen Biomaterialien bzw. der zu untersuchenden Patientenkohorte gelegt. Ein exakter Sampling-Plan mit Angaben zu Art, Menge und Zeitpunkt der Probenabnahme ist für die weitere Bearbeitung essentiell.  ACHTUNG: Die Projektskizzen sollen nicht länger als 2 Seiten sein!

Es handelt sich um folgende Projektvorhaben:

  • Sämtliche interventionelle Studien
  • Sonstige Studien mit Bedarf von Biomaterial (Abstriche, Blut-, Serumproben etc.)
  • Sonstige Studien, die klinische Erhebungen an stationären COVID Patienten beinhalten

Wir bitten auch bereits erfolgte Projektvorschläge in diese Form zu bringen, um eine einheitliche Bewertung der wissenschaftlichen Aktivitäten zu ermöglichen und standardisiert die erforderlichen Informationen zum Biomaterial zu erhalten.

Diese Projekte werden von der Kooperationsgruppe in Zusammenarbeit mit Experten aus der Fakultät nach wissenschaftlichen und strategischen Kriterien bewertet. Die Gruppe erarbeitet einen Vorschlag zu einer Priorisierung an den Dekan.

Die übliche Beratung durch die Ethikkommission ist davon unabhängig erforderlich. Die Ethikkommission steht in enger Interaktion mit der Koordinationsgruppe und bemüht sich um eine extrem rasche Bearbeitung von COVID Projekten.

Wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen, das zur wissenschaftlichen Qualität der COVID Forschung beitragen soll, Synergien fördern und Redundanzen vermeiden soll sowie nationale und internationale Vernetzungen unterstützen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. B. Hemmer"


Anhang